- Sie sind hier: KUF - Amt für Kultur und Freizeit > Angebote > Friedenstafel > Preisträger 2011: Hollman Morris
Der Preisträger 2011: Hollman Morris aus Kolumbien
2011 wurde der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis an den Journalisten Hollman Morris aus Kolumbien verliehen. Die in Kolumbien noch immer herrschende Gewalt und die damit verbundenen Menschenrechtsverletzungen, fordern jedes Jahr Hunderte von Opfern, darunter auch viele Journalisten.
Hollman Morris gibt den Opfern des schrecklichen, bewaffneten Konflikts in Kolumbien ein Gesicht und in seinen Fernsehsendungen eine Stimme. Für viele führende Menschenrechtsaktivisten in Kolumbien ist sein Videoarchiv eine wichtige Informationsquelle, die zum Verständnis der jüngsten Geschichte des Landes beiträgt. Seine journalistischen Recherchen sorgen dafür, dass schreckliche Menschenrechtsverletzungen nicht ungestraft bleiben und dienen Ermittlern, Richtern und Staatsanwälten als Beweismaterial.
Diese ständige Anklagearbeit hat dazu geführt, dass Morris und seine Familie in den letzten 15 Jahren immer wieder bedroht wurden und sogar mehrmals im Exil leben mussten. Dank des Nieman-Programms der Harvard University, das ausländischen Journalisten eine sichere, wenn auch nur zeitweilige Zuflucht gewährt, lebten sie 2010/2011 in den USA.
Mit der Verleihung des Internationalen Nürnberger Menschenrechtspreises ehrt die Jury Hollman Morris, der durch unabhängigen und enthüllenden Journalismus als wachsamer Beschützer der Menschenrechte eintritt.
Weitere Informationen zur Preisverleihung finden Sie unter
www.menschenrechte.nuernberg.de


