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Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne

Lichtblicke in absoluter Finsternis

Neben dem völlig neu konzipierten Dunkelgang bietet das Erfahrungsfeld in seinen Dunkelstationen im Hirsvogelbunker natürlich auch in diesem Jahr das Dunkelcafé an. Die MitarbeiterInnen des Bayerischen Blinden- und Sehbehindertenbundes freuen sich auf Ihren Besuch.

Der Dunkelbereich ist nur während der Erfahrungsfeld-Saison geöffnet. Die Öffnungszeiten sind von 1. Mai 2012 bis 16. September 2012.

Im Dunkelgang
Im Dunkelgang
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Im Dunkelcafe
Im Dunkelcafe


Dunkelcafé

Zu sehen gibt es absolut nichts - außer Dunkelheit. Aber dennoch ist der Besuch im Dunkelcafé ein einmaliges Erlebnis. „Das Café ist etwa acht mal fünf Meter groß und bis zur Decke sind es zweieinhalb Meter", erklärt die Stimme hinter der Theke. Sie bewegt sich hin und her und serviert so ganz nebenbei den Kaffee.  Mal mit Milch und Zucker, mal nach Art des Hauses: schwarz.
Wie  es denn kommt, dass die Cola im Dunkeln viel besser schmeckt, fragen die Gäste. Wie wohl die Person links neben mir aussieht, denkt sich so mancher. Wenn die Stimme vorbeikommt, um die Bestellung aufzunehmen, wird manches klar:

Links Günter und Altbayer, rechts Barbara und Schwäbin. Das macht es einfacher und man merkt: Im Dunkeln lässt es sich gut miteinander reden. Outfit, Figur, Größe, Haarfarbe, Gesichtsausdruck, das alles hat keine Bedeutung mehr. Was zählt, ist die Stimme und was sie sagt oder auch unbewusst verrät. Die Stimme hinter der Theke lässt den Gesprächsfaden nicht abreißen. Geredet wird über die kleinen Pannen, die im Dunkeln so passieren. Darüber, dass man noch etwas zu sehen meint, wie etwa Farben und Schlieren. Die BesucherInnen fragen sich, wie die Stimme hinter der Theke nichts verwechselt und alles findet. Aber auch der Austausch darüber, wie es sich ohne zu sehen leben lässt, ist eines der vielen Gesprächsthemen im Dunkeln. Natürlich gibt die Stimme hinter der Theke auch darüber Auskunft.

 
DUNKELGANG: seit 2011 mit vielen neuen Elementen

Der 60 Meter lange, absolut dunkle Parcours lädt auch 2012 wieder mit vielen  Elementen aus einer anderen Welt zu einer Entdeckungsreise für Hände, Füße, Ohren und Nase ein. „ Es gibt weder Hindernisse, noch Treppen oder Stufen“ beruhigt der blinde oder sehbehinderte Führer zu Beginn der „Expedition“. Nach wenigen Schritten durch eine Schleuse schwindet das letzte Restlicht: absolute Dunkelheit umhüllt die BesucherInnen und löst im ersten Moment Orientierungslosigkeit aus. Aber die Nähe und die ruhige Stimme des blinden Begleiters vermittelt große Sicherheit. Auch das Tasten mit den Händen an der Wand sorgt für Orientierung. Sonst weniger beachtete Sinne wachen auf: Die Füße tasten vorsichtig über den Boden und  verhelfen zu einer Wahrnehmung seiner Beschaffenheit. Die tastenden Hände begreifen Gegenstände. Freude über das Erkannte stellt sich ein. Haut und Ohren signalisieren, dass der Nachbar nicht weit entfernt ist und die Nase erheischt den Duft eines anderen Besuchers.

Bilder - Gemalt mit anderen Augen

Im Hirsvogelbunker sind einige Bilder von Francisco Vieira ausgestellt. Der Künstler malt seine Bilder aufgrund seiner extremen Seheinschränkung mit Hilfe von Lupen, Monokularen und Ferngläsern.