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25 Jahre KUF
Wenn eine Dienststelle 25 Jahre alt wird, ist das nicht notwendigerweise ein Grund zum Feiern, aber auf jeden Fall ein Grund für den Blick zurück.
Das Amt für Kultur und Freizeit - kurz und gerne auch KUF genannt - ist stolz darauf, dass es seit seiner Gründung im Herbst 1977 durchaus Stadtgeschichte mitgeschrieben hat: Große Festivals, konzentrierte Stadtteilarbeit, engagierte Zielgruppenarbeit, intensive Kooperation mit städtischen und nicht-städtischen Partnern kennzeichnen den Weg, der vor allem in seiner Anfangszeit oftmals heftig umstritten war. Inzwischen ist das soziokulturelle Programm, für das das KUF in besonderem Maße steht, allgemein akzeptierter Teil der gesamten Nürnberger Kultur geworden. Die früher dominierende Polarisierung zwischen Hochkultur und Breitenkultur spielt kaum mehr eine Rolle; immer mehr ist das Verständnis gewachsen, dass die Kulturlandschaft einer Stadt viele Facetten umfasst und die Bausteine in Quantität und Qualität aufeinander aufbauen.
Das KUF wollte ursprünglich das 25jährige Jubiläum mit einer Veranstaltung und einer bebilderten Bestandsaufnahme feiern. Angesichts der Haushaltsnöte der Stadt wurde dies reduziert auf die vorliegende (Schnelldruck-)Dokumentation, die hoffentlich dennoch einen Einblick in Geschichte und Gegenwart gibt. Wir danken den Autoren und Autorinnen für die freundlichen Grußworte, die am Anfang stehen. Die Chronologie der Jahre seit Gründung des Amtes gibt als zweiter Teil einen Einblick in die vielen Akzente, die das Amt in den letzten Jahrzehnten gesetzt hat. Das im Frühjahr 2002 verabschiedete Leitbild des Amtes stellt zusammen mit einem Organigramm, einem kurzen Datenblatt zu Finanzen und "Kulturkontakten" sowie einer Liste der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den dritten Teil der Dokumentation zum Jubiläum dar.
Die Herausforderungen der Zukunft sind groß - schon in allernächster Zukunft: Angesichts der Krise der öffentlichen Haushalte muss auch eine Kultureinrichtung immer weiter an der Verbesserung seiner Refinanzierungsquote arbeiten (was dem KUF bereits in den letzten Jahren sehr gut gelungen ist) und gleichzeitig aktuellen Konsolidierungsbeschlüssen gerecht werden. Umstrukturierungen zwischen Kulturreferat und dem "Kulturamt", das das KUF ja ist, stehen an, und die internen Prozesse sollen in einer neuen Stufe der Verwaltungsreform, für das das KUF bereits in der Vergangenheit Vorreiter war, optimiert werden: Als Modelldienststelle für das neue Rechnungswesen und im Sinne eines internen Steuerungsmodells für das Amt selbst. Denn die große Aufgabe der Vergangenheit ist auch die große Aufgabe der Zukunft: Mit kulturellen Angeboten engagiert und antizipatorisch auf die gesellschaftlichen Veränderungen der Zukunft zu reagieren. Die im Leitbild hervorgehobenen Themenbereiche Menschen-rechte, interkulturelle Kulturarbeit und Kinderkultur stehen beispielhaft dafür. Und über allem steht der "Output": Das KUF initiiert, organisiert, ermöglicht und vernetzt Kunst, Kultur und Freizeitangebote und leistet damit für fast alle Bürger der Stadt - inzwischen weit über 1 Mio. "Kulturkontakte" im Jahr - ein attraktives Angebot in Zusammenarbeit mit zahllosen Partnern.
Damit wollen wir auch in Zukunft einen wesentlichen Beitrag zur städtischen Selbstdefinition und zur Darstellung der Stadt nach außen leisten!
Dr. Uli Glaser
Leiter des Amts für Kultur und Freizeit
November 2002

